Tipps für Schüler/innen

Was ist U-ACT?

U-ACT ist ein Filmprojekt, an dem seit 2012 circa 450 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben.

Du hast ein Jahr lang freien Eintritt in die Oldenburger Museen.

Alleine oder in einer kleinen Gruppe denkst du dir einen kurzen Film aus, den Ihr mit Eurem Handy filmen könnt. Der Film darf nur 1 Minute lang sein. (Vor- und Abspann zählen nicht dazu). Dieses Jahr soll der Film zum Thema Paare sein. Wichtig: Der Film muss in einem der Museen oder Kunsthäuser spielen und etwas mit dem Museum zu tun haben.

Wir haben alle wichtigen Informationen hierfür für Dich zusammengestellt:

1. Planung

2. Filmdreh

3. Schnitt

4. Musik

5. Der Wettbewerb

 

Wenn Du und Deine Gruppe Euch für eine Filmidee und ein bestimmtes Museum als Drehort entschieden habt, kann es losgehen. Bevor Ihr aber einfach drauflos dreht, solltet Ihr Euch überlegen, wie Ihr Eure Filmidee realisieren wollt. Je sorgfältiger Ihr Eure Arbeit im Vorfeld plant, desto einfacher wird Euch die technische Umsetzung fallen. Außerdem könnt Ihr so leichter späteren Enttäuschungen vorbeugen, denn nichts ist frustrierender als wenn Ihr später am Rechner sitzt und feststellt, dass Euer ganzes Filmmaterial unbrauchbar ist, z.B. weil es unscharf, verwackelt oder zu dunkel ist, die Einstellungsgrößen nicht stimmen oder die Aufnahmen des Tons nicht funktioniert haben.

1. Planung

Zunächst solltet Ihr in der Gruppe absprechen, wer welche Aufgaben: Wer bedient die Kamera? Wer  möchte gegebenenfalls schauspielern? Wer behält den Überblick über die einzelnen Szenen? Je nach Gruppengröße könnt Ihr natürlich auch während des Drehs Aufgaben tauschen, aber auch das solltet Ihr festlegen, bevor Ihr anfangt. Erstellt einen Drehplan in dem Ihr verschiedene Szenen festlegt, die in Eurem Film vorkommen sollen. Das gibt Eurem Film und damit Eurer Arbeit eine Struktur. Gebt jeder Szene eine Nummer und am Besten einen Namen.

Auch wenn dies im Vorhinein schwierig erscheinen mag, ist es sehr hilfreich, wenn Ihr Eure Filmbilder möglichst genau festlegt, bevor Ihr sie aufnehmt. Am Besten macht Ihr Euch ein Storyboard, also eine Auflistung aller Einstellungen, in dem Ihr Eure Filmbilder zumindest grob skizziert:

PERSPEKTIVEN: Wo steht die Kamera? Wo stehen die Schauspielenden?
EINSTELLUNGSGRÖßEN: Welche Bildausschnitte wählt Ihr?

Diese Entscheidungen spielen eine sehr wichtige Rolle, denn Ihr legt darüber fest, wie andere Euren Film sehen und verstehen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, wenn ein Film mit einer TOTALE des Ortes beginnt, an dem er spielt. Vielleicht entscheidet Ihr Euch aber auch genau dagegen, weil man eben nicht sofort erkennen soll, wo Eure Handlung stattfindet…

2. Filmdreh

Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, kann der Filmdreh an dem von Euch ausgewählten Ort beginnen. Meldet Euch an der Kasse an, bevor Ihr loslegt, damit das Museumspersonal weiß, dass ihr einen Film drehen wollt. Beschreibt kurz, was Ihr machen wollt.

Nehmt Euch bei Eurem Filmdreh Zeit für jede Szene und wiederholt Sie lieber ein paar mal. Es ist besser, etwas mehr Material zu produzieren, aus dem man später im Schnitt auswählen kann. Schaut Euch nach jeder Szene das gedrehte Material gemeinsam an. Erst wenn alle zufrieden sind und Ihr das Gefühl habt, dass Ihr mindestens einen guten „Take“ der Szene gemacht habt, solltet Ihr zur nächsten Szene übergehen.

Die Person, die die Handykamera bedient, gibt das Kommando zum Dreh, z.B. indem sie laut „Action!“ ruft, nachdem Sie auf Aufnahme gedrückt hat. Dies ist nicht nur das Zeichen für alle Schauspielenden, das sie bereit sein müssen. Für alle anderen heißt dies, dass sie leise sein müssen und dort stehen bleiben müssen, wo sie sind, damit Sie nicht versehentlich ins Bild laufen.

Ihr könnt Euch auch dafür entscheiden, Euren Film in einem Take zu drehen (One-Take-Movie), also komplett ohne Schnitte. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn Ihr Euren Film mit dem Handy aufnehmt. Das kann zu sehr interessanten Filmen führen, bedeutet aber auch, dass Ihr jedesmal von vorne anfangen müsst, wenn etwas nicht klappt. One-Take-Movies bedürfen daher einer sehr sorgfältigen Planung.

Wenn Ihr den Ton auf Euren Aufnahmen verwenden wollt, achtet darauf, dass Ihr keine Störgeräusche mit aufnehmt. Sobald die Kamera läuft, sollten alle, die nicht im Film mitspielen still sein. Sprecht laut und deutlich. Wenn Ihr Außenaufnahmen macht, achtet darauf, dass es windstill ist, sonst werden Eure Tonaufnahmen unbrauchbar.

Eure Dreharbeiten werden während des normalen Museumsbetriebes stattfinden, daher ist es wichtig, dass einige Regeln beachtet werden.

Es ist kein Problem, wenn ihr…

… auch mal rennt.
… Musik abspielt.
… tanzt.
… Requisiten mitbringt und damit arbeitet.
… Türen in den Häusern öffnet oder schließt.
… lauter sprecht, als die anderen Museumbesucher und -besucherinnen.

Allerdings solltet Ihr darauf achten, dass …

… ihr Kunstwerke oder Objekte (z.B. Vasen, Skulpturen) nicht anfasst. Ihr solltet ungefähr eine Armlänge Abstand halten.
… Objekte nicht in Gefahr geraten oder sogar kaputt gehen dürfen. Es darf also nichts an die Objekte gehängt oder gestellt werden.
… keine Flüssigkeiten (z.B. Getränke, flüssige Farbe) oder Lebensmittel im Museum verwendet werden dürfen.
… keine Gegenstände geworfen werden dürfen.
… keine Fenster oder Rollos geöffnet werden dürfen.
… Möbel nur nach Absprache benutzt werden dürfen. Wendet Euch für eine Erlaubnis bitte an die jeweiligen Kontaktpersonen in den Häusern. Den Kontakt findet ihr in eurem U-ACT Heft. Wichtig ist, dass Ihr sie  anschließend wieder so hinstellt, wie Ihr sie vorgefunden habt.
… ihr nicht drehen dürft, wenn angemeldete Führungen in den Räumen stattfinden.

3. Schnitt

Nun müsst Ihr aus dem vielen Filmmaterial die besten Takes auswählen, um daraus Euren maximal einminütigen Film zu erstellen. Dazu spielt am Besten alles auf den Computer und schaut Euch Euer Material gemeinsam an. Notiert Euch, welche Takes von jeder Szene Ihr verwenden wollt.

In Schnittprogrammen auf dem Computer oder auch in entsprechenden Apps könnt Ihr Eure verschieden Szenen sehr genau aneinander schneiden und unbrauchbare oder überflüssige Bilder entfernen. Ihr könnt Blenden zwischen einzelne Szenen setzen, einen Vor- und einen Abspann sowie Zwischentitel erstellen.

Einige Handys oder Schnittprogramme bieten eine breite Palette an künstlichen Bild- und Schrifteffekten, wie z.B. Sepia, Feenstaub etc. Die dürft Ihr natürlich verwenden, aber macht es bitte nur, wenn Ihr wirklich glaubt, dass es für Euren Film Sinn macht. Seid sparsam mit Effekten und setzt sie nur bewusst ein, denn zu viele davon können Eurem Film auch die Wirkung klauen!

4. Musik

Musik kann die Stimmung Eures Films stark beeinflussen und sollte daher gut ausgewählt sein. Überlegt Euch, welche Stimmung(en) Ihr mit Eurem Film transportieren wollt und mit welcher Art von Musik Ihr diese unterstützen könnt. Nehmt nicht einfach irgendein Lied, nur weil Ihr es gerade besonders toll oder witzig findet.

Ganz wichtig ist, dass Ihr nur GEMA freie Musik benutzen dürft. Dein aktueller Lieblingssong ist das leider meistens nicht. Auf den Internetseiten frametraxx oder evermusic findest Du GEMA freie Musik.

Du kannst Dir aber auch Musik selber ausdenken und diese unter Deinen Film legen. Dazu gibt es verschiedene Musik-Apps, die du zur Musikproduktion benutzen kannst:

Für Android sind das:

Music Maker JAM
Drum Machine
SPC – Music Drum Pad Demo
Medley
DMach
G-Stomper Rhythm

Für’s iPhone nimmst Du am Besten:

Auxy Studio
Figure
Medley
PlayGround – Music at your Fingertips
Tin Pan Rhythm
GarageBand

Ihr könnt Musikstücke problemlos im Schnittprogramm unter Euren Film legen und bearbeiten, wenn Ihr sie als Datei (.mp3, .wav, .ogg) vorliegen habt.

Falls jemand oder mehrere von Euch ein Instrument spielen, könnt Ihr eure Musik auch selbst aufnehmen. Ein Aufnahmegerät könnt Ihr Euch beispielsweise im Edith-Russ-Haus für Medienkunst ausleihen. Kontaktiert einfach Jan Blum vom Edith-Russ-Haus für Medienkunst unter 0441 235 3275 oder jan.blum@stadt-oldenburg.de.

5. Der Wettbewerb

In der Klasse wählt ihr drei Filme aus, die ihr am besten findet. Die drei Film nehmen an dem U-ACT Wettbewerb teil. Letztes Jahr haben 5 Schulen und 7 Klassen teilgenommen. Abgegeben werden müssen die Film bis zum 22. Januar 2018 als download oder als DVD.

Denkt immer daran: Ihr seid grundsätzlich frei bei der inhaltlichen Gestaltung Eures Films, solange Ihr Eure Entscheidungen gut begründen könnt. Stellt Euch darauf ein, dass die Jury, die Euren Film im Wettbewerb begutachtet, im Zweifelsfall bei Euch nachfragen wird, wenn sie etwas nicht versteht. Begründungen wie z.B. „Das fanden wir halt lustig.“ sind dabei meist nicht sehr überzeugend.

Alle Infos findet Ihr hier nochmal zum Download.

Und jetzt kann’s losgehen!

U-ACT ist auch bei facebook. Für facebook begleiten wir Filmteams und fragen euch auch gerne nach eurer Meinung. Bei facebook könnt ihr sehen, wer dabei ist und was die anderen machen.
Wenn ihr Lust habt dabei zu sein, dann meldet euch bei Sandrine Teuber museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de